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Musikalische Biographie Patricia Nomakosazana Dhlamini wurde Anfang der 60er Jahre in München geboren. Die Mutter stammte aus der Niederlausitz (Bezirk Cottbus). Sie verließ Ostberlin Ende der 50er Jahre noch während ihres laufenden Zahnmedizinstudiums, von wo aus sie über Lingen und Mainz nach München kam. Der Vater, geboren in Pietermaritzburg/Natal (auch Zululand genannt), verließ Südafrika als ANC-Mitglied Anfang der 60er, von wo er durch seine guten Kontakte zur katholischen Kirche - sein Onkel Nikolaus Dlamini war der erste schwarze Bischof Südafrikas - über Ghana nach München kam, wo er seine verschiedenen Studien (Geschichte, Philosophie) fortsetzen konnte. Nomakosazana machte ihre erste Gesangsaufnahme im Alter von 5 Jahren (ein Zulukinderlied für eine Reihe "Kinderlieder aus aller Welt" für den Bayerischen Rundfunk). Zur selben Zeit begann sie langjährigen Musikunterricht mit Schwerpunkt Piano (Stipendium des Orffschen Schulwerks) und Chorgesang. Mutter starb 1976 (im Jahr der Schüleraufstände in Soweto), wobei die Auswanderung der Familie ins südliche Afrika, genauer gesagt in den damaligen "Frontline-State" Botswana, schon beschlossen war. Folglich gingen George und P.N. zu zweit nach Botswana. Nomakosazana kam gegen Ende der 70er Jahre alleine zurück nach Deutschland, wo sie Leadsängerin verschiedener Bands und Bandprojekte wurde (näheres dazu bei Tutu Records (Uli Lenz & Nomakosazana - "Trouble in Paradise", aus der Reihe "Art of the Duo"). In dieser Zeit brachte sie u.a. auch einige Platten unter dem Namen "Pattie Blu in Aimland" heraus. Schon in jüngsten Jahren durchwanderte P.N. zusammen mit ihrer Mutter den Bayerischen Wald (die Berge Arber, Osser etc.) sowie einige Berge im Oberbayerischen und Österreich. Während ihrer Zeit in Botswana war es durchaus nicht ungewöhnlich für sie, an einem Wochenende ohne Begleitung 700 Meilen (per Anhalter) zurückzulegen, um beispielsweise Freunde, die aus Südafrika geflohen waren, zu besuchen. Da sie bis heute nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, war Laufen für sie immer eine Selbstverständlichkeit. Kraft- und Ausdauertraining gehören für sie schon aus beruflichen Gründen zum Alltag. Hier einige wichtige Stationen aus dem musikalischen Leben der Nomakosazana: 1967 Aufnahmen mit dem Bayrischen Rundfunk im Rahmen der Reihe "Kinderlieder aus aller Welt" u.a. mit einem Zulu-Song 1982 - 1987 Auftritte und Aufnahmen mit der eigenen Soulfunk Band "Choice". Sie machte sich in der Münchner Szene als erste weibliche Rapperin (englisch/deutsch) einen Namen. 1988 - 1990 Auftritte mit der Band "Go Zoon", in deren Show Klangskulpturen und Körpermalereien eine wichtige Rolle spielten. 1989 - 1992 Verwirklichung des Projekts "Pattie Blu in Aimland" mit eigener Plattenfirma (Aimland Records). 1991 - 1993 Arbeit an dem Musicalprojekt "Poker" von Ruth Sharon Koch und Goeff Warren; Leadvocals und Arrangements der Chorpartien, sowie Recording mit Musikern wie Kim Clarke, Bill Bickford, Bruce Ditmas, Ed Schuller, Nicolas Simion, usw., unter der musikalischen Leitung von Frank Ku-umba Lacy. 1995 Veröffentlichung der CD "Songs from Poker" auf "Tutu-Records" (mit der Förderung des Kulturreferats München). 1992 - 1993 Erste Auftritte mit dem Berliner Pianisten Uli Lenz, anschließend Aufnahme und Veröffentlichung der CD "Art of the Duo" auf "Tutu-Records" unter dem Titel "Trouble in Paradise". 1990 - 1997 Freelance Singer mit verschiedenen Formationen, u.a. "John West Big Band", "Koko Blue", "Purple Gang" und Jasper van tHoffs "Pili Pili". Außerdem zahlreiche Aufnahmen für diverse Studioprojekte (Filmmusik, Werbejingles etc.). 1992 - 1998 Verschiedene Tourneen mit Uli Lenz durch Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien. Auftritte auf Festivals wie Modena (Italien), Leverkusener Jazztage, Ost-West Jazzfestival Nürnberg, in Granada (Spanien), Houston Int. Jazz Festival, etc. |